Baubionik

Baubionik – Häuser der Natur

Die Zukunft des Wohnens wird bereits heute entwickelt. Forscher haben einerseits die Vernetzung, das sogenannte „Smart Home“, auf ihrem Radar. Hier werden die zu Verfügung stehenden Ressourcen optimiert eingesetzt, weil diese durch künstliche Intelligenz genauestens gesteuert werden können. Beispielsweise schaltet sich die Waschmaschine zum günstigsten Zeitpunkt gemessen am Strompreis ein. Auf der anderen Seite haben Forscher mit Mutter Natur ein herausragendes Vorbild, wie Häuser gestaltet werden können. Genannt wird dieser Forschungszweig „Baubionik“.

Faszinierende Beispiele der Baubionik

Mein erster Gedanke fiel sofort auf das Schneckenhaus. Es ist schon unvorstellbar genial, wie dieses Gebäude architektonisch aufgebaut ist. Das Schneckenhaus besteht zu 97 Prozent aus Kalk und nur zu 3 Prozent aus Protein. Die Verteilung vom Eiweis ist so perfekt, dass die Bruchfestigkeit im Vergleich zu reinem Kalk um den unvorstellbaren Faktor 1000 erhöht wird.

Ein weiteres faszinierendes Phänomen ist das Spinnennetz. Als bekanntestes Anwendungsgebiet wird hier meistens die Optimierung von Autoreifen genannt. Der Clou dieser Konstruktion ist die Flexibilität des Spinnennetzes bei gleichzeitiger unglaublicher Robustheit gegen Wind und Wetter. Bei den Reifen wird diese Fähigkeit perfekt eingesetzt. Der Bodenbelag weist häufig die unterschiedlichsten Unebenheiten auf – ja teilweise sogar sehr spitze und gefährliche Dingen, wie zum Beispiel zerbrochenes Glas. Die Reifen sollen trotzdem mit hoher Geschwindigkeit mit möglichst wenig Abrieb über den Asphalt gleiten – ohne dem Vorbild der Natur durch das Spinnennetz, hätten Reifenbauer wahrscheinlich den heutigen technischen Stand noch erreicht.

Auch der Knochenaufbau hat uns Menschen bei einer architektonischen Glanzleistung verholfen, nämlich beim Bau des Eiffelturms. Interessant ist hier die Nutzung vom Hohlraum als raffinierten Effekt für die Tragfähigkeit.

Als abschließendes Beispiel soll die selbstreinigende Hausfassadenfarbe genannt werden. Forscher haben bermerkt, dass bei Lotus- und Kohlrabiblätter der Schmutz nicht hängen bleibt beziehungsweise selbstreinigende Kräfte im Einklang mit der Umwelt für die Sauberkeit der Blätter sorgen.

Quo vadis?

Meiner Meinung nach wird das Haus der Zukunft eine Mischung aus Baubionik und Smart Home werden. Es werden also die nützlichsten Fähigkeiten der Natur zentral über Vernetzung optimiert werden.

Ein Gedanke zu „Baubionik – Häuser der Natur

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *