Mikrohäuser

Mikrohäuser – Trend aus den USA

In den USA gibt es gibt es aufgrund der schwierigen Wohnsituation einen regelrechten Trend zu kleinen Häusern. Dort wird diese Wohnalternative als „tiny houses“ bezeichnet. Der teure Immobilienmarkt, also hohe Mieten und Hauspreise, haben die Amerikaner zu neuen Denkweisen bewegt. Seit der Immobilienkrise 2008 wurde die Idee der Mikrohäuser immer solanfähiger und setzt sich tatsächlich als wahre Alternative zu klassischen Häusern durch.

Was sind Mikrohäuser?

Mikrohäuser werden auch als Minihäuser bezeichnet. Die Größe ist dabei wirklich ausschlaggebend. Die Grundfläche dieser Häuser ist zwischen ungefähr 5 und 55 Quadratmetern. Hier soll auch eine gewissen Ideologie angsprochen werden, die meiner Meinung nach den Zeitgeist trifft. Nämlich die Idee, dass man sich fragen könnte, mit wie wenig ich eigentlich auskommen könnte. Oder anders ausgedrückt, was ist wirklich das Wesentliche. Es macht den Eindruck, dass sich Menschen mehr denn je den Konsumerismus und dem ständigen Wachstum abwenden und versuchen alternative Wege zu finden.

Vorteile von Mikrohäusern?

In Relation zu Einfamilienhäusern sind diese kleinen Alternativen extrem günstig. Derzeit belaufen sich die Preise für eine Wohneinheit auf ungefähr 5.000 – 30.000 Euro. Außerdem wir kein Fundament benötigt. Das schont einerseits die Umwelt, andererseits ist man flexibel und kann somit seinen Wohnsitz deutlich leichter variieren als mit einem Einfamilienhaus. Also ist man auch mobil. Flexibilität, also Mobilität, spiegelt heute ein ziemlich wichtiges Grundbedürfnis der Menschen dar. Diese Wohnformen könnten sogar dazu beitragen, dass nicht mehr „alle Menschen“ in die Städte flüchten, sondern dass eine Art „Hybrid-Wohnen“ entsteht. Das könnte so ausschauen, dass die Menschen in Zukunft eine gewisse Zeit zur Miete in der Stadt leben und auf der anderen Seite die Freizeit im Mikrohaus in der Natur verbringen.

Für wen sind Mikrohäuser geeignet?

Es gibt zahlreiche Zielgruppen, die genau diese Wohn-Bedürfnisse aufweisen. Es gibt beispielsweise einen großen Trend zu Single-Haushalten. Außerdem gibt es viele Menschen, die bedarfsgerecht leben wollen. Soll heißen, dass die Mikrohäuse mit Modularbauweise das Verbinden mehrer Mikrohäuser ermöglichen. Somit kann ein Liebespaar in 1-2 Mikrohäusern leben und sobald der Nachwuchs kommt, könnte ein weiteres Modulhaus hinzugefügt werden. Auch barrierefreies Wohnen für ältere Menschen steht hoch im Kurs. Darüber hinaus muss beim Mikrohaus nicht viel repapiert und saniert werden. Dieser Trend wird jedoch in Europa voraussichtlich noch ein wenig auf sich warten lassen, da die bürokratischen Hürden nicht so einfach zu überwinden sind – verglichen mit den USA…

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